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Saturday, 24-February-2018

Ma è davvero un libertino?

von Alfredo Balducci

Die Glamour-Frau zum Pferde stehlen - ewige Jungfrau und willige Schlampe zugleich -, die als kluge, aber nicht zu kluge Freundin allzeit gutgelaunt die fleißige Hausfrau und warmherzige Mutter spielt… es gibt sie nicht! Daher braucht es fünf Frauen in verschiedenen Rollen, um Ugos unterschwelligen Traum von der donna perfetta zu erfüllen.

Ein Beitrag des teatro in cerca zum ewigen Spiel zwischen Mann und Frau in Szenen zum Schmunzeln über das Offensichtliche und zum Nachsinnen über das Verborgene.

Das vom teatro in cerca produzierte und von Wilsy Hofmann Theophilo professionell in Szene gesetzte Stück will weder turbulente Komödie noch

emanzipatorische Stellungnahme sein; vielmehr stilisieren die einfühlsam gezeichneten Psychogramme der weiblichen Figuren unterschiedliche Charaktertypen und die Automatismen, die bei deren Verhältnis zum anderen Geschlecht häufig hervortreten; etwa den Versuch, jede männliche Projektion in die eigene Persönlichkeit einzubauen - um am Ende nicht mehr man selbst zu sein. Ebenso erscheint Ugo nicht als Frauen verschleißender Macho, sondern lediglich als ein entscheidungsschwacher Mann, der unbewusst opportunistisch die passende Rolle zum gerade anwesenden weiblichen Gegenüber einnimmt - ohne sich selbst je zu verleugnen! Er ist ein Mensch, der darauf vertraut, dass sich die Dinge von selbst lösen - mit dem Lauf der Zeit…

 

Regie fürth Wilsy Theophilo

 


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